Interpreten 2010
Latvian Radio Choir
Der Latvian Radio Choir stammt aus Lettland und hat sich in seiner künstlerischen Arbeit auf die Einspielung von Werken zeitgenössischer Komponisten konzentriert. Auf diesem Gebiet konnte der Chor internationale Aufmerksamkeit auf sich ziehen und einen hervorragenden Ruf erarbeiten. Daneben umfasst das Repertoire des Chores Werke von der Renaissance bis zur zeitgenössischen Musik. Mit diesem Repertoire gastiert der Latvian Radio Chor regelmäßig bei Festivals für zeitgenössische Musik. Die herausragende Eigenschaft des Chores ist ein sehr intensiver, warmer und dennoch durchdringender Chorklang. Die Klangkultur der Einzelstimmen macht den Chorklang des Latvian Radio Chores zu einem besonderen Erlebnis. Aber auch die anderen Fertigkeiten des Ensembles bewegen sich auf höchstem Niveau. Gerade die Homogenität und Intonationen, aber auch Präzision gehören zum Beeindruckendsten, was man in der Chorszene erleben kann.
sonic.art Saxophonquartett
Das sonic.art Saxophonquartett (www.sonicartquartett.de), das sich innerhalb kürzester Zeit den Ruf eines hervorragenden jungen Kammermusikensembles verschafft. Seit seiner Gründung im Jahr 2005 wurde das Quartett bereits vielfach mit nationalen wie internationalen Preisen ausgezeichnet. Bei der Literaturauswahl legen die Musiker besonderen Wert auf Originalkompositionen für Saxophonquartett. So liegt der Schwerpunkt auf der Interpretation zeitgenössischer Werke. Eine wichtige Rolle spielt hier die enge Zusammenarbeit mit Komponisten, wie z.B. S. Gubaidulina, G. Katzer, O. Neuwirth, F. Lévy und S. Schleiermacher. Tourneen führten das Quartett bereits durch verschiedene Länder Europas sowie Asiens. Kürzlich gab das Ensemble sein Konzertdebüt in Japan. Neben ihrer kammermusikalischen und solistischen Tätigkeit konzertieren die Quartettmitglieder regelmäßig in Orchestern, in Theater- und Operninszenierungen – u. a. bei den Berliner Philharmonikern, dem Deutschen Sinfonie Orchester Berlin, der Komischen Oper und dem Konzerthausorchester Berlin.
CelloPassionato
Julius Berger (www.juliusberger.de) hat als Leiter in seinem Ensemble CelloPassionato Studierende seiner Meisterklasse (z.T. Preisträger großer Internationaler Wettbewerbe) versammelt. Er gilt als ein Cellist, der ausgetretene Pfade verlässt. Er ist Professor für Violoncello und Kammermusik an der Universität Augsburg und hält jährliche Meisterkurse in Salzburg. Zahlreiche Werke bedeutender Komponisten (u.a. auch von S. Gubaidulina) hat er weltweit uraufgeführt. Regelmäßige Tourneen führen in die USA, Japan, Korea und China, er wirkte mit in Konzerten bei bedeutenden Festivals des In- und Auslandes. Darüber hinaus ist er tätig als künstlerischer Leiter von zahlreichen Veranstaltungen. Wichtige Begegnungen führten zu einem über die Jahre dauernden künstlerischen Austausch und zu einer Inspirationsquelle im Leben von J. Berger. An herausragender Stelle stehen die Freundschaften zu den Komponisten A. Hölszky, B. Hummel, W. Killmayer, S. Gubaidulina, W. Rihm und V. Suslin. Eine herzliche Beziehung bestand zwischen ihm und seinem Lehrer Mstislav Rostropovich.
Ramon Jaffé
Der im lettischen Riga geborene Violoncellist Ramon Jaffé (www.ramonjaffe.de) bewältigte schon früh unter Anleitung exzellenter Künstler erfolgreich eine Reihe von Wettbewerben (z.B. den Deutschen Musikwettbewerb und den Casals-Wettbewerb, Budapest). Während seiner Solistenlaufbahn führten ihn unzählige Konzerte in die großen Häuser von Berlin, Amsterdam, Salzburg, Leipzig, Wien, München, London, Hamburg, Köln und an viele weitere Orte auf allen Kontinenten. Parallel zu seiner Solokarriere widmet er sich zudem der Kammermusik als Mitglied des Mendelssohn Trio Berlin. Von 1993 bis 2009 gehörte er zum Streichtrio Belcanto-Strings. Ramon Jaffé war 1994 Begründer und ist seither künstlerischer Leiter des Kammermusikfestes Hopfgarten, Tirol. Mit Flamenco-Konzerten des Ramon Jaffé Trios würdigt er das Lebenswerk seines 1997 verstorbenen Flamenco-Partners, des Gitarristen Pedro Bacan. Ferner ist er Hauptinerpret zahlreicher Weltpremieren seines Vaters, des Komponisten Don Jaffé.
Teodoro Anzellotti
Der vielleicht bedeutendste Akkordeonist Teodoro Anzellotti (www.anzellotti.de) wird einige Kompositionen von Sofia Gubaidulina aufführen. Anzellotti war schon häufig Gast in Weingarten, er kommt sehr gerne zu diesem Festival und hat dabei stets das Publikum fasziniert. Er hat wesentlich zur Integration des Akkordeons in das klassische Musikleben beigetragen und stellt seine Kunst besonders in den Dienst der Neuen Musik. Mehr als 300 neue Werke wurden für ihn geschrieben und eine Vielzahl davon ist auf CDs eingespielt.
Miguel Tantos
Miguel Tantos (www.migueltantos.net), originally from Spain, belongs to a new generation of artists who have brought an innovative creative and communicative style to music performance. He is a multifaceted musician who performs at the highest level across a broad range of styles and genres, in European countries as well as in Latin America. Miguel has stamped his own mark on trombone performance. His high profile performances include, among others, the UK and Spanish premier of Sofia Gubaidulina's Transformation. As an early music specialist he has worked with some of the world's most prestigious ensembles. His particular talent for integrating music, acting and dance has led to his extensive involvement in educational projects in the UK. In Chile he has been involved with various community projects across Santiago. As an orchestral musician Miguel has collaborated regularly with a number of orchestras and ensembles and has held the prestigious positions of Principal Trombone in the Orquestra filarmonica de Santiago (Chile) and Co-Principal Trombone in the Navarre Symphony Orchestra in Spain.
Julian Steckel
Der Cellist Julian Steckel zählt zu den aufstrebenden Künstlern der jungen Generation, die sich im internationalen Konzertleben etablieren. Zahlreiche Wettbewerbserfolge (Preis des Deutschen Musikwettbewerbs 2003, International Lutoslawski Competition 2003, Pablo Casals Competition 2004, Concours Rostropowitsch 2005, Grand Prix Emanuel Feuermann 2006) sowie Engagement als Solist bei renommierten Orchestern - bereiten ihm international Anerkennung. Darüber hinaus ist er vielfach als Kammermusiker aktiv.
Leander Kaiser
Der Schlagzeuger Leander Kaiser (www.leander-kaiser.com) unterrichtete von 1986-88 an der Universität Köln und lehrt seit 1988 an der Musikschule Starnberg . Als Komponist für Schlagzeug hat er sich einen hervorragenden Ruf erworben, was zahlreiche 1. Preise bei Wettbewerben und Kompositionsaufträge belegen (z.B. Percussive Arts Society-USA, International Challenge für kreative Percussionist, Classical Marimba League International Composition Competition). Als Interpret (Solist und Ensemble) gastiert er auf zahlreichen, bekannten Podien bei Konzerten und Musikfestivals.
Grigori Katz
Der Kontrabassist Grigori Katz (www.trap-gmbh.de/artist/kontrabass/grigorikatz.html) ist Dozent an der Musikhochschule Münster und war in verschiedenen Orchestern, u. a. als stellvertretender Solo-Kontrabassist im Deutschen Symphonie Orchester und als Solo-Kontrabassist beim BBC Philharmonic Orchestra, tätig. Seit er 1997 das Konzertexamen mit Auszeichnung abgelegt hat, gibt Grigori Katz weltweit Konzerte sowohl als Solist als auch als Kammermusiker und macht zahlreiche Aufnahmen bei Rundfunk- und Fernsehanstalten. Er errang mehrere Preise bei Kontrabass-Wettbewerben in Europa, u.a. den 2. Preis beim Internationalen Kontrabass-Wettbewerb in Edinburgh (1998), den 3. Preis beim Internationalen Kammermusik-Wettbewerb in der Ukraine (1993) und den 2. Preis beim Internationalen Kammermusik-Wettbewerb in Griechenland (2002).